Team Patenschaften

Patenschaften sind ein wichtiges Instrument in der Integration von geflüchteten Menschen. Einzelne Personen oder Familien aus unserer Gemeinde unterstützen Menschen, die hier Zuflucht gefunden haben und jetzt als Bürger und Nachbarn unter uns leben.

Sie helfen ihnen dabei, ihr Leben eigenständig zu gestalten und ein Gefühl von Sicherheit und Akzeptanz zu bekommen.

Patenschaften sollen die Geflüchteten dabei unterstützen, in der neuen Lebenswelt anzukommen und die Regeln, die das Zusammenleben in Deutschland erleichtern, kennen zu lernen.

Wir würden uns freuen, wenn Sie sich für die Übernahme einer Patenschaft entschließen könnten.

Sie gehen dabei keinerlei finanzielle Verpflichtungen ein, sondern helfen im Rahmen Ihrer Möglichkeiten dabei, den Alltag der Flüchtlinge in der neuen Umgebung zu erleichtern. Dabei geht es zunächst darum, durch einen regelmäßigen Kontakt ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Hilfe bei behördlichen und medizinischen Angelegenheiten, Sprachunterstützung und die Suche nach Ausbildung und Arbeit können wichtige Aufgaben sein. Bei Gesprächen, Spaziergängen oder dem Besuch kultureller Veranstaltungen lernen die Flüchtlinge die Regeln des Zusammenlebens in ihrer neuen Umgebung kennen. Ehrenamtliche, die bereits Patenschaften übernommen haben, empfinden ihre Tätigkeit als bereichernd und sinnvoll. Nicht selten entstehen dabei echte Bindungen, die man nicht mehr missen möchte.

Falls Ihnen eine umfängliche Patenschaft in allen Bereichen zu viel ist, können Sie sich vielleicht Unterstützung in einem der Bereiche vorstellen.

Oder Sie entschließen sich für die Mitwirkung in einem der anderen Teams.

Sprechen Sie uns an, wir freuen uns auf Sie!

Leitfaden für Interessierte

Wir möchten hier ein paar Punkte aufzeigen, die uns wichtig sind, damit der Kontakt sich für beide Seiten zufriedenstellend entwickeln kann.

  • Patenschaften mit Flüchtlingen sind vom Wesen her Partnerschaften, d.h. wir begegnen uns auf Augenhöhe und in Respekt voreinander.
  • 1-2 mal pro Woche 1-2 Stunden sollten Sie Zeit haben, damit durch die Regelmäßigkeit des Kontaktes ein Vertrauen aufgebaut werden kann.
  • Vor allem zu Beginn des Kontaktes sollten Sie Zeit zum Kennenlernen einplanen. Hören Sie zu und fragen Sie behutsam (nicht ausfragen). Es ist gut, wenn Sie Reaktionen wie Verschlossenheit und Misstrauen akzeptieren und nicht als persönliche Zurückweisung einordnen.
  • Selbstverständlich ist, dass Sie vorurteilsfrei und aufgeschlossen den Menschen aus einer fremden Kultur gegenüber treten. Gelassenheit, Humor und die Fähigkeit zur Selbstreflexion sind dabei nützlich.

Die Flüchtlinge haben oft einen langen, schwierigen Weg hinter sich, vielleicht um ihr Leben bangen müssen und tragen traumatische Erfahrungen in sich. Wer schon länger in Deutschland ist, ist vielleicht frustriert, weil sich nichts an der Situation ändert oder hat Angst vor Abschiebung.

  • Drängen Sie nicht, sondern machen Sie Angebote und zeigen Sie Zuverlässigkeit.
  • Hilfreich zum Verständnis kann sein, sich über die Situation im Heimatland zu informieren.
  • Andere Länder – andere Sitten. Pünktlichkeit und Strukturierung des Alltags sind die Menschen aus anderen Kulturkreisen oft nicht gewohnt. Hier aber wird Anpassung von ihnen verlangt. Sie können dabei Vorbild sein, ohne ihre Vorstellungen aufzwingen zu wollen.
  • Hilfe zur Selbsthilfe ist der Maßstab, nach dem wir Unterstützung geben. Ziel ist die Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit der Menschen, soweit es möglich ist.
  • Vertraulichkeit ist eine Selbstverständlichkeit. Nur mit deren Einverständnis dürfen Sie weitergeben, was die Flüchtlinge Ihnen preisgeben.

Die Paten werden nicht allein gelassen mit ihrer Aufgabe. Unterstützung gibt es durch die anderen Teams des Runden Tisches Asyl und regelmäßig stattfindende Patentreffen.

Ansprechpartner:

Andrea Müller-Bischoff
E-Mail: paten.69493@gmx.de