„Eigene vier Wände wären schön“

Diesen Satz hören die Mitarbeiter vom Runden Tisch Asyl immer wieder, wenn sie mit den Menschen sprechen, die nun seit einigen Monaten in der Anschluss-Unterbringung in der Ladenburger Straße leben. Denn auch dort teilen sich in der Regel vier Personen eine Wohnung – nachdem sie zuvor meist zwei Jahre lang in einer Gemeinschaftsunterkunft gelebt haben. Entsprechend groß ist das Bedürfnis nach einer Tür, hinter der man alleine sein kann.

„Wir können kaum schlafen“
Etliche der jungen Männer, die in unserer Gemeinde leben, arbeiten inzwischen oder machen eine Ausbildung, aber unterschiedliche Arbeitszeiten (tagsüber, bis in den späten Abend oder auch sehr früh morgens) machen eine geregelte Nachtruhe teilweise unmöglich; ruhige Arbeitsplätze zum (Deutsch) Lernen gibt es nicht. Auch das ist eine große Belastung für viele.

„Helfe gerne bei der Wohnungssuche“
Bei der Suche nach geeigneten Wohnungen werden die jungen Männer (meist Afghanen) unter anderem von einzelnen Ehrenamtlichen des RTA unterstützt; außerdem hat sich die neue Integrations-Managerin Nassim Alizadeh als Vermittlerin zwischen Wohnungs-Eigentümern in Hirschberg und den Suchenden angeboten. Potentielle Vermieter können immer dienstags von 9 bis 12 Uhr persönlich Kontakt mit ihr aufnehmen und zwar in den Räumen des DRK im Hilfeleistungszentrum.

Gut zu wissen:
Für Mieter, die noch kein eigenes Einkommen haben, übernimmt das Jobcenter oder Sozialamt die Miete. Dabei gelten bestimmte Obergrenzen, die bei der Gemeinde zu erfragen sind. Ein Beispiel: Für eine Person in einer bis zu 45 Quadratmeter großen Wohnung werden vom Amt 330 Euro Kaltmiete plus Nebenkosten gezahlt. Der Mietvertrag wird zwischen Vermieter und Mieter geschlossen. Auch eine Kaution wird gegebenenfalls von Jobcenter/Sozialamt übernommen.

Appell an Wohnungs-Eigentümer:
Viele der jungen Männer, die eine Wohnung suchen, sind hoch motiviert: Sie wollen unsere Sprache lernen, auf eigenen Füßen stehen und ein Teil der Gesellschaft sein, in der sie leben. So wie zum Beispiel zwei Männer aus dem Iran: die beiden Cousins (28 und 32, beide Nichtraucher) absolvieren gerade Fort- und Weiterbildungen zum Bademeister bzw. Elektroniker. Sie leben trotz ihrer Anerkennung immer noch in einer Gemeinschaftsunterkunft, in der ein geregelter Tag-/Nacht-Rhythmus kaum möglich ist. Deshalb suchen auch sie, wie viele andere, dringend eine eigene Wohnung, am liebsten gemeinsam.

Wenn Sie also, liebe Hirschberger, über (demnächst) leer stehenden Wohnraum verfügen, dann scheuen Sie sich nicht, Kontakt mit dem RTA, der Integrations-Managerin für Hirschberg oder mit der Gemeinde direkt aufzunehmen.
Kontaktdaten:
RTA (hilfe.69493@gmx.de)
Integrations-Managerin, Frau Alizadeh (dienstags 9 bis 12 Uhr DRK-Büro/Galgenstraße, 06201/60209624)
Integrationsbeauftrage der Gemeinde, Frau Keller (06201/598-33)