Aktive in der Flüchtlingshilfe ziehen Bilanz

Ein gutes halbes Jahr nach Einzug der Flüchtlinge in die Container beim Hilfeleistungszentrum in Leutershausen haben die Teams des Runden Tischs Asyl bei einem Treffen aller Aktiven eine erste Zwischenbilanz gezogen – wichtigstes Fazit: Die Zahl der derjenigen, die sich ehrenamtlich um die verschiedensten Belange der Flüchtlinge kümmern, ist deutlich geschrumpft. Angesichts der Zahl an Menschen, die bereits in der Galgenstraße leben (80) und die im Zuge der Anschluss-Unterbringung noch erwartet werden (63), bedeutet das einen mitunter nur schwer zu leistenden (Zeit-)Einsatz der Ehrenamtlichen.
In diesem Zusammenhang dankte Bürgermeister Just den Ehrenamtlichen auch im Namen des Hirschberger Gemeinderates für ihr Engagement. Außerdem erklärte er, dass die Containeranlage in der Ladenburger Straße bis Ende Mai bezugsfertig sein solle und dass es bei der Gemeindeverwaltung in Sachen Flüchtlinge künftig personelle Verstärkung geben werde.
Nach den Berichten der unterschiedlichen Teams im RTA war klar: Es werden dringend mehr Unterstützer gebraucht – unter anderem im sogenannten Standortteam, das sich vor Ort um die Belange der jungen Männer in der Galgenstraße kümmert. Eine besondere Herausforderung ist es nach den Berichten der Ehrenamtlichen auch, Ausbildungs- und Arbeitsplätze für die bleibeberechtigten Flüchtlinge zu finden – auch hier werden dringend Unterstützer gesucht, ebenso wie in den Teams Sprachunterricht und Patenschaften. Dies, so hieß es, sei vor allem im Hinblick auf die kommende Anschlussunterbringung in der Ladenburger Straße wichtig.
Hirschberger Bürger und Bürgerinnen, die sich vorstellen können, beim Runden Tisch Asyl mitzuwirken, sind also herzlich willkommen!
Schöne Erfolge, hieß es bei dem Treffen, seien das Café Grenzenlos in der alten Schillerschule, das immer dienstags von 15.30 bis 17.30 Uhr für die Flüchtlinge offen ist. Auch die donnerstags angebotenen Gesprächsbende (ab 18 Uhr) seien gut besucht, ebenso wie das anschließende Billard-Angebot. Das internationale Frauenfrühstück soll wegen des großen Erfolgs beim ersten Mal als regelmäßige Veranstaltung etabliert werden.